Tattoo-Studio
Beratung, längere Sitzungen, Galerie, Künstlerprofile und Kundendaten.
Zum Einstieg
Ein Tattoo-Termin ist selten ein Termin, sondern ein Projekt mit mehreren Terminen. Zwischen der ersten Anfrage und der letzten Sitzung liegen Beratung, Entwurf, Anzahlung, eine oder mehrere lange Sitzungen und die Nachsorge. Diese Rubrik beschreibt, wie sich dieser Ablauf organisieren lässt, ohne dass jemand einen Entwurf zweimal zeichnet oder ein ganzer Studiotag leer bleibt.
Die erste Besonderheit ist die Länge. Eine Sitzung von fünf oder sechs Stunden bindet Platz, Person und Tag. Ein einziges Nichterscheinen kostet deshalb mehr als in jedem anderen Gewerk — und genau das ist der Grund, warum Anzahlungen im Tattoo-Bereich üblich sind und nicht als unfreundlich gelten. Wie hoch sie im eigenen Studio ausfallen, wann sie verfallen und wie das vorher verständlich kommuniziert wird, ist hier ein eigenes Thema.
Die zweite ist die Anfrage. Kaum eine Anfrage kommt fertig gebucht herein; sie kommt als Idee, oft mit Bildern, oft über Nachrichten zu ungünstigen Zeiten. Wie daraus ein geordneter Weg wird — Anfrage, Rückfragen, grober Umfang, Beratungstermin, Sitzung — entscheidet darüber, wie viele Abende mit Nachrichtenbeantwortung draufgehen.
Die dritte ist die Dokumentation. Motiv, Platzierung, Größe, Farben, Sitzungsstände, Nachsorgehinweise, Einwilligung und Altersnachweis: Vieles davon muss festgehalten werden, und ein Teil davon ist besonders sensibel, weil zu einem Motiv fast immer ein Foto gehört. Was gespeichert wird, wer es sehen darf und was davon in eine öffentliche Galerie gehört, steht hier als Praxisbeschreibung — Hygienevorgaben und Aufbewahrungsfristen regelt die zuständige Behörde, und sie unterscheiden sich regional.
Permanent Make-up und apparative Kosmetik folgen anderen Regeln und stehen unter Kosmetikstudio. Übergreifende Fragen zu Team und Auslastung findest Du unter Studio-Management, die Wahl eines Buchungssystems unter Salon-Software.
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